Bei einer Reise in die Schweiz kann man etwas erleben, was seit dem Fall der Landesgrenzen in Europa auch üblich ist, aber im Alpenland schon seit der Gründung existiert. Friedlich leben dort in einem einzigen politischen Raum Menschen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen zusammen. Die Schweiz hat alleine vier Landessprachen, Französisch, Deutsch, Italienisch und Rätoromanisch. Den Ursprung hat die Sprachenvielfalt in der Entstehungsgeschichte. Seit dem 13. Jahrhundert existiert die Eidgenossenschaft als Staatenbund, der nach dem Nationalmythos am 1. August 1291 durch den Rütli-Schwur besiegelt wurde. Aufgrund der heterogenen Struktur des Landes wird die Schweiz auch oft als "Willensnation" bezeichnet. Ein weiteres wichtiges Charakteristikum der Schweiz, die Neutralität, gibt es seit dem Wiener Kongress 1815 und es ist auch der Grund dafür, dass die Schweiz nicht Teil der Europäischen Union ist. Diese Sonderstellung in Europa, aber auch der Welt, hat viele Vorteile gebracht, doch auch ein paar Nachteile. So ist die Schweiz in keinem Militärbündnis und konnte sich in den letzten 200 Jahren weitgehend aus Kriegshandlungen heraushalten. Die Schweizer Armee dient alleine dem Zwecke der Verteidigung. Doch diesem großen Vorteil stehen wirtschaftliche Beschränkung, die als Nicht-EU-Land vorhanden sind, gegenüber. Allerdings hat man aus der Not eine Tugend gemacht und sich im Finanzwesen eine besondere Stellung in der Welt gesichtert. Das Alpenland ist heute modern und weltoffen ausgerichtet. Als internationaler Finanzplatz wird es in der ganzen Welt geschätzt und ist berühmt für sein Bankgeheimis. Doch neben den pekuniären Verlockungen ist die Schweiz auch ein Land, in dem Kunst und Kultur gepflegt werden. Basel ist eine der wichtigsten Kunstmetropolen der Welt und zieht einmal im Jahr mit Art Basel die wichtigsten zeitgenössischen Künstler und Kunsthändler an. Aber trotz aller Moderne werden auch Traditionen und Brauchtümer gepflegt und es kommt nicht von ungefähr, dass der Schweizer des Jahres 2007 Jörg Abderhalden war, der in der traditionellen Sportart Schwingen große Triumphe feiern konnte. Touristen, die in die Schweiz reisen, haben viel zu entdecken, doch vor allem können sie die wunderbare Landschaft genießen. Im Winter ist Ski- oder Snowboardfahren angesagt, während im Sommer die unzähligen Wanderwege oder anspruchsvolle Klettertouren locken. Auch wenn man keinen der Gipfel der 74 Viertausender erklimmen möchte, findet man in allen Schwierigkeitsstufen lohnenswerte Touren. Die berühmte Bergluft leistet dann auch ihren Beitrag zur Erholung im Urlaub und ist gerade für Städter eine mehr als willkomene Abwechslung und Wohltat.